Eine Reihe syrischer Flüchtlinge in europäischen Ländern – insbesondere in Deutschland – hat den Wunsch geäußert, ihren Rechtsstatus zu klären und nach Syrien zurückzukehren. Als Gründe nennen sie kulturelle Bedenken und die Sehnsucht nach traditionellen syrischen Werten bei der Erziehung ihrer Kinder. Andere sind noch unentschlossen, während einige sagen, sie würden nur für Besuche zurückkehren.
Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, gab bekannt, dass zwei Millionen syrische Flüchtlinge beschlossen haben, nach 14 Jahren der Krise und Verzweiflung in ihre Heimat zurückzukehren. In einer Botschaft zum Weltflüchtlingstag (20. Juni 2025) berichtete er von Begegnungen mit Familien, die große Freude über die soziale Wiederverbindung und das Zugehörigkeitsgefühl empfanden. Grandi lobte die Solidarität der Nachbarländer, die Gastfreundschaft der syrischen Bevölkerung sowie die Unterstützung, die das UNHCR rückkehrenden Flüchtlingen bietet.
Laut UN sind bis Ende 2024 etwa 6,1 Millionen Syrer ins Ausland geflohen, während 7,4 Millionen innerhalb des Landes vertrieben wurden. Aufgrund finanzieller Engpässe hat das UNHCR in diesem Jahr seine Flüchtlingshilfe – besonders im Libanon – gekürzt.
Nach dem Sturz des Assad-Regimes rief der ehemalige Übergangs-Premierminister Syriens, Mohammad al-Bashir, am 11. Dezember 2024 alle Flüchtlinge zur Rückkehr auf. Er betonte, dass diese Rückkehrwelle zeige, wie sehr das Assad-Regime ein Hauptgrund für die Vertreibung war. Trotz zerstörter Häuser und Infrastruktur kehren Hunderttausende zurück.
Ein Bericht der Internationalen Organisation für Migration (IOM) nannte zwei zentrale Herausforderungen für Rückkehrer:
Mangel an grundlegenden Dienstleistungen
Geringe Beschäftigungsmöglichkeiten und hohe Arbeitslosigkeit
Das Assad-Regime behauptete lange, die Flüchtlinge seien vor dem Terrorismus geflohen und könnten wegen Sanktionen nicht zurückkehren. Unterdessen hatten Aufnahmeländer mit der Belastung durch die Flüchtlingsaufnahme und sinkender internationaler Hilfe zu kämpfen. Einige forderten sogar Zwangsrückführungen – trotz der Gefahr von Inhaftierung und Schikanen durch Assads Geheimdienste. In Europa machten einige politische Gruppen syrische Flüchtlinge für die Stärkung des rechtsextremen Nationalismus und Rassismus verantwortlich
Moumin sawady

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